Macht mit!

Die Hamburger AfD hat einen Aufruf gestartet: Schüler können der Partei über ein Online-Kontaktformular anonym melden, wenn ihnen im Unterricht Verstöße gegen das Neutralitätsgebot auffallen oder sie sich ideologisch beeinflusst fühlen. Das heißt: Kinder und Jugendliche sollen ihre Lehrer bei der AfD anschwärzen.

Der Landesvorsitz der schülerInnenkammer hamburg warnt gleichermaßen wie die Behörde für Schule und Berufsbildung vor der Internetplattform, bei der die Hamburger Schülerinnen und Schüler Beeinflussungen durch die Lehrkräfte melden können. Wir sind der Auffassung, dass Hamburg kein Problem mit politischer Beeinflussung in den Klassenräumen hat! Das, was die AFD hier macht, sorgt für nicht berechtigte Unruhen und fördert einen Aufstand, welcher bei weitem nicht gerechtfertigt ist!

,,Solch eine Plattform, welche die AFD aufgebaut hat, ist nicht nur gefährlich für die Schüler selbst, sondern schadet auch dem Schulfrieden. Ich bin der festen Überzeugung, dass es in Hamburg keine Beeinflussung durch linkspolitische Ideologien durch die Lehrkräfte gibt. Mit der Einführung des Formats wird deutlich, dass die AFD weder einen Überblick über die verantwortungsbewussten Lehrer hat, noch erkennt, dass hier ein Thema aufgegriffen wird, welches nur dafür sorgen soll, dass ein vermeintlicher Verdacht über linksgerichtete Lehrer geschöpft wird. Sollten die Vertreter der Partei sich auf sachlicher Ebene informieren wollen, kommt man zu der Erkenntnis, dass, sollte es einen Ausnahmefall geben, in der die Schülerinnen durch Linke Ideologien beeinflusst werden, es gezielte Anlaufstellen gibt, wie z.B. der Schulleitung oder auch der Schulaufsicht, um solche Fälle zu melden.

Auf diesem Wege ist im Übrigen zu betonen, dass sowohl die Beeinflussung von linker als auch rechter Gedanken im Unterricht zu verurteilen ist. Die neu entstandene Plattform spiegelt nur allzu gut wider, über welche Richtungen bestimmte Parteien ohne seriösen Anspruch Druck auf die Bildungspolitik ausüben‘‘ – Liam Zergdjenah